Vereinsgeschichte

Mit der Ansiedlung des Forschungszentrums im Hardtwald und von vielen seiner Mitarbeiter in der Gemeinde Leopoldshafen kamen auch Tennisliebhaber, Schon-Könner und Noch-Anfänger, die um 1960 begannen, sich mit anderen Sportarten in der damaligen Betriebssportgruppe des Forschungszentrums zu organisieren.

Da es in der Gemeinde und der näheren Nachbarschaft keine Tennisplätze gab, spielte man auf den Plätzen der Technischen Hochschule und später bei den Amerikanern nahe dem Offizierskasino in der heutigen Nordstadt.

1961 gelang dem damaligen Vorsitzenden der Sportgruppe der große Wurf. Der sportbegeisterte Bürgermeister, der Vorstand des Fußballvereins Leopoldshafen, und die Sportgruppe bündelten ihre Interessen. Mit substantieller Unterstützung der Geschäftsführung des Forschungszentrums und seiner Bauabteilung wurde eine Planung für ein Großsportgelände im Leopoldshafener Tiefgestade erstellt, die die Grundlage war für die heutigen Fußballfelder, die Leichtathletikanlagen, die Rheinhalle und der Tennisanlagen.

Nachdem der Gemeinderat der Planung und der Zurverfügungstellung des Geländes zugestimmt hatte, konnte die US-Army gewonnen werden, mit schwerem Gerät kostenlos die grundlegenden Planierungsarbeiten zu erbringen.

1963 wurde die Sportgruppe, die bis dahin als Betriebssportgruppe beim KSC und später beim FVL hospitierte, als eigenständiger Verein e.V. angemeldet. Tennis wurde neben zahlreichen anderen Sportarten eine Abteilung der Sportgruppe, damals mit 43 Mitgliedern.

Anfang 1964 begannen die Arbeiten – mit viel Eigenleistung – an den ersten zwei Tennisplätzen, die zum August fertiggestellt werden konnten. Eine erste Umkleide wurde 1965 realisiert durch die kostenlose Überlassung einer ausgedienten Wachbaracke durch das Forschungszentrum. 1968 wurde der Bau von Toiletten in Angriff genommen, wieder mit Unterstützung durch das Forschungszentrum. Die Mitgliederzahl war auf 122 angewachsen.

1969 konnte das erste Clubhaus in Bertieb genommen werden, wiederum eine Barackenspende des Forschungszentrums. Der Chronist berichtete „ein einschneidendes Ereignis, denn von nun an war die Tennisanlage für die immer feierfreudigen Mitglieder ein zweites Zuhause“.

Nach den Pionierjahren ging es nun auch sportlich voran. Eine intensive Jugendarbeit wurde eingeleitet. 1970 wurden zwei weitere Plätze fertiggestellt. Diese Nachricht in den Kfk-Hausmitteilungen zusammen mit der Ankündigung wieder Mitglieder aufzunehmen, führte bis zum Mai 1971 zu einem explosionsartigen Anstieg der Mitgliederzahl auf 285 und es gab noch eine lange Warteliste. 1972 wurden daraufhin die heutigen Plätze 3 und 6 in kostensparender Bauweise durch Erweiterung der bisherigen Anlagen nach Osten erstellt. Zum Herbst 1973 wurde die erste Tennishalle – eine Tragluftkonstruktion – in Betrieb genommen. Sofort anschließend begann der Bau des heutigen Clubhauses, das im April 1975 eingeweiht werden konnte. Im Jahr 1985 wurde die Traglufthalle durch die heutige Hallenkosntruktion, einschließlich der Nebenanlagen (zentrale Heizung, Umkleide/Toilette/Dusche und Werkstatt) ersetzt.

Es ist aus heutiger Sicht für die, die nicht dabei waren, nur schwer zu begreifen, was durch „den harten Kern“ und die jeweiligen Vorstände damals an persönlichem Engagement und Arbeitsleistung erbracht worden ist. Ganz ohne Geld ging es natürlich nicht. Die Darlehenstilgung der Investitionen dauerte bis 2010.

Um das Angebot für tennismüde Mitglieder zu erweitern, wurden im Jahr 2003 zwei Bouleplätze hinter der Garage angelegt.

In den Jahren 2004 bis heute wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich, wie z.B. komplette Zaunanlagenerneuerung für die Plätze 1-6, neue Wasserversorgung für alle 7 Sandplätze durch Übergang von der Gemeindewasserversorgung auf eine eigene Brunnenwasserversorgung aus einem neu zu bohrenden Brunnen, inklusive neuer Zuleitungen. Die Beregnung der einzelnen Plätze wurde durch eine Automatik erweitert, so dass die Plätze auch während der Nacht über eine Zeitsteuerung beregnet werden können.

Hinzu kamen Maßnahmen zur Energieeinsparung durch Warmwasseraufbereitung zum Duschen in den Sommermonaten durch Einsatz einer auf dem Clubhausdach montierten modernen Solaranlage und der Ersatz der alten Warmluftheizung der Tennishalle durch energiesparende Infrarot-Dunkelstrahler.

Der alte Kunstrasenboden in der Tennishalle wurde 2012 durch einen modernen Teppichbelag ersetzt.

Somit kann man sich gut vorstellen, dass auch die heutige Vorstandsgeneration, einschließlich einem neuen „harten Kern“ aktiver Mitglieder immer wieder stark gefordert ist, die gesamte Tennisanlage modern und funktionstüchtig zu erhalten.